Die deutschen Autobauer setzen zum Überholen an
Lange Zeit hat man sich gefragt, wann es die deutsche Autoindustrie schafft, die Premium Elektroautos von Tesla zu überholen. Denn gerade bei der Reichweite, bei den Ladezeiten und bei der Fahrassistenz hatte Tesla bis vor kurzem einen deutlichen Vorsprung vor der Konkurrenz. Die deutschen Autobauer haben zwar schon einige E-Modelle herausgebracht, aber gerade in der Premiumsparte ließen sie sich Zeit.
Doch die E-Auto-Sparte boomt und die staatlichen Subventionen sowie die CO2-Problematik verleihen dem Markt noch mehr Drive. Aktuell gibt es kaum eine Branche in Deutschland, in der mehr Wachstumspotenzial steckt. Neue Firmen und Hersteller schießen aus dem Boden wie Pilze. Die Online Casino Branche ist neben der E-Auto-Industrie die wohl einzige, wo noch mehr Vitalität herrscht. Hier steigen nämlich alle paar Wochen neue Casino-Betreiber in den Ring. Spezialisierte Portale helfen der Kundschaft dabei, den Überblick zu behalten, und die besten Online Casino Echtgeld Angebote zu finden. Bei den Elektroautos ist es inzwischen dank der deutschen Premium Produkte wieder einfacher geworden, die besten Modelle zu finden. Gewartet haben wir darauf lange genug.
Die neuen Modular-Plattformen
Sowohl der VW-Konzern mit Porsche, Audi und VW als auch Mercedes, wollten erst einige Erfahrungen sammeln, bevor sie im Premiumsegment elektrisch durchstarten. Im Autobau wird heutzutage fast alles modular gefertigt, d.h. eine Modulplattform kann für verschiedene Modelle, beispielsweise eine Limousine und einen SUV, genutzt werden. Je nach Modell variiert der Radstand, die Motorengröße, die Bauform und sogar der Firmenname. Beispielsweise teilen sich ein Porsche SUV und ein Audi Coupé dieselbe Plattform.
Die Entwicklung einer Modulplattform ist wesentlich aufwendiger, als früher die Entwicklung eines einzelnen Modells. Damit einhergehend stellt sich immer die Frage, kann man bereits existierende Fertigungsstraßen der Fabrik nutzen oder muss eine neue Fertigungsstraße bzw. eine neue Fabrik dafür errichtet werden.
In der Übergangsphase wurden daher Verbrenner-Plattformen für die Elektroautos abgewandelt. Doch inzwischen sind auch die komplett für die Elektromobilität neu entwickelten Premiumplattformen für die ersten Modelle verfügbar. Bei Volkswagen nennt sich die Plattform PPE, was für Premium Plattform Electric steht. Bei Mercedes ist es die Electric Vehicle Architecture EVA.
Der EQS erschüttert die Branche bis ins Mark
Diese oben genannte Plattform eröffnete Mercedes mit einem Paukenschlag. Der EQS ist das vollelektrische Äquivalent zu S-Klasse. Dabei handelt es sich aber keinesfalls einfach nur um eine elektrifizierte S-Klasse, sondern um ein vollkommen neu entwickeltes Modell. Ein Mercedes, wie es ihn noch nie zuvor gab. Allein sein Äußeres unterscheidet sich grundlegend von einer S-Klasse Limousine. Um dem Platzhirsch und bisherigen Top-Anbieter für Premium-Elektroautos, Tesla, bei der Reichweite Paroli zu bieten, wurde der EQS auf eine ganz neue Weise entwickelt. Normalerweise skizzieren die Designer und Grafiker zuerst das ungefähre Erscheinungsbild eines Autos und danach wird das Konzept aerodynamisch optimiert, bis ein passender Kompromiss gefunden ist.
Beim EQS wurde die Aerodynamik an den Anfang des Entwicklungsprozesses gestellt. Mercedes suchte nach der absolut bestmöglichen aerodynamischen Form für ein Auto dieser Größe. Dabei kam eine Form heraus, die wenig an eine S-Klasse Limousine erinnert. Eine kurze Motorhaube und danach ein einziger Bogen, der sich von der Windschutzscheibe bis zu den Heckscheinwerfern gleichmäßig über das Chassis wölbt. Diese Form nennt Mercedes "One Bow", also "ein einziger Bogen". Auch wenn die Form von Außen etwas beengter als eine normale S-Klasse aussieht, so stellt sich doch im Innenraum heraus, dass man hier keine Abstriche hinnehmen muss, was u.a. dem langen Radstand geschuldet ist. Einzig beim Einstieg auf den hinteren Plätzen muss man sich etwas mehr ducken. Sobald man aber sitzt, hat man annähernd dieselbe Kopffreiheit, wie man es aus der S-Klasse gewohnt ist.
Das aerodynamischste Serienauto der Welt
Die Stromlinienform dieser Konstruktion ist allerdings unübertroffen. Mit seinem cw-Wert von 0,2 stellt Mercedes damit das aerodynamischste Serienauto der Welt auf die Straße. Besonders bei höheren Geschwindigkeiten, wie auf der Autobahn, verleiht dies dem EQS einen gravierenden Vorteil gegenüber anderen Elektroautos. Wie genial diese Konstruktion ist, zeigt sich vor allem an der Form des inzwischen ebenfalls erhältlichen AMG EQS. Die hauseigene Tuning-Marke AMG ist eigentlich dafür bekannt, dass sie die Mercedes-Modelle stromlinienförmig optimiert, um durch weniger Luftwiderstand noch höhere Geschwindigkeiten zu ermöglichen. Im Falle des AMG EQS ist die Form jedoch gleich geblieben, denn es war nicht möglich, den Luftwiderstand weiter zu optimieren. Allein das zeigt, wie herausragend und revolutionär die Entscheidung der Mercedes Konstrukteure war, bei diesem Auto mit der Aerodynamik und nicht mit einer Design-Studie zu beginnen. Der minimale Luftwiderstand führt sogar dazu, dass der EQS im Innenraum deutlich leiser als ein Maybach ist. Der Innenraum ist modern-futuristisch, mit einem Bildschirm, der sich über die gesamte Breite des Autos erstreckt. "Hyper Screen" nennt Mercedes diese Neuerung. Ein HEPA-Filter, der sogar Corona-Viren filtert, sowie eine optionale, zusätzliche Hinterrad-Lenkung für einen noch kleineren Wendekreis sind nur einige der herausragendsten Innovationen in dieser Traum-Limousine.
Bei den technischen Daten kann die "erste elektrische S-Klasse" mit zwei Superlativen auftrumpfen: Eine unglaubliche Reichweite von bis zu 780 km und eine Spitzengeschwindigkeit von 210 km/h bzw und 250 km/h in der schnellsten AMG-Version. Unter realen Bedingungen kann man also locker und, ohne nachzuladen, von Berlin bis München fahren, wie Tests bestätigen. Damit muss sich das Tesla Model S Long Range nun mit Platz 2 in der Reichweite begnügen, wohlgemerkt mit etwa 100 Kilometer weniger Reichweite.
BMWs iX SUV Kopf an Kopf mit dem Tesla Model S Long Range
An dritter Stelle überrascht BMW mit einem vollelektrischen SUV. Der neue BMW iX hat nur 40 km weniger Reichweite, als das sportliche Tesla Model S Long Range (besonders viel Reichweite). Von der Länge her wie ein BMW X5, von der Höhe flach wie ein X6, passt sich der neue iX genau in die Modellpalette ein. Sein Aussehen ist für den europäischen Geschmack wohl etwas gewöhnungsbedürftig und erinnert mit der auffälligen Niere sowie den schmalen Scheinwerfern eher an asiatische SUV-Modelle. Hier hat BMW wohl eher den asiatischen Markt im Blick gehabt, wo elektrische SUVs aus deutscher Produktion hoch begehrt sind. Um immer mobil zu bleiben, zieht der neue iX in nur 10 Minuten Strom für 120 km Reichweite aus der Ladesäule. Hier macht sich BMWs inzwischen lange Erfahrung mit Elektroautos und speziell mit potenten Akkus bemerkbar.
SUV mit toller Ökobilanz
Um der Diskussion über die Ökobilanz von Elektroautos etwas entgegenzusetzen, hat BMW mit dem iX neue Produktionsstandards eingeführt: Der Akku wird rein mit Ökostrom hergestellt und kritische Materialien, wie Lithium und Kobalt, werden nachhaltig gewonnen. Um den Verbrauch des SUVs zu minimieren, setzt BMW auf Carbon und Aluminium, wobei auch die Aluminium-Teile ausschließlich mit Sonnenstrom hergestellt wird. Es bleibt zu hoffen, dass andere Hersteller sich daran ein Beispiel nehmen. Potenzielle Käufer können sich schon jetzt auf diesen Boliden freuen, der noch Ende dieses Jahres in die Autohäuser kommt. Ein spannendes Gimmick ist die sich selbst heilende Niere des iX. Kleine Kratzer verschwinden durch eine spezielle Beschichtung innerhalb von 24 Stunden von selbst wieder.
Volkswagen kontert 2022 mit Audi und Porsche
Fans des Volkswagen-Konzerns müssen sich noch etwas damit gedulden, bis die hier bereits angesprochene “Premium Plattform Electric” auf der Straße angekommen ist. Der Audi A6 e-tron wird das erste Fahrzeug sein, das Ende 2022 auf Basis dieser Plattform erscheinen wird. Doch das Warten könnte sich lohnen, denn mit einem cw-Wert von 0,22 liegt er nur knapp unter der Aerodynamik des EQS. Dafür sieht der Audi aber auch weniger gewöhnungsbedürftig und deutlich schicker aus. Auch die Reichweite soll mit mehr als 700 km nah an die Mercedes-Werte herankommen. Besonders interessant wird der Akku mit der 800 V Technik, der in 10 Minuten ein Nachladen von 300 km Reichweite ermöglichen soll. Der EQS braucht dafür 15 Minuten.
Auf derselben Plattform wie der A6 e-tron wird Porsche, ebenfalls Teil des Volkswagen-Konzerns, einen vollelektrischen SUV herausbringen. Der Macan wird, genau wie der A6 e-tron, Ende 2022 in den Läden stehen. Hier sieht man also nochmal schön, wie flexibel die modularen Plattformen heutzutage sind. Kein Wunder, dass sich die drei deutschen Big Player mit der Entwicklung ihrer Premium-Elektroplattformen so viel Zeit gelassen haben.
Im Endergebnis sind die neuen Modelle so überragend, dass die deutschen Autobauer nun das elektrische Premiumsegment von hinten aufrollen. Es wurde auch endlich mal Zeit.